Kultur und Kunst

Aus Sicht der AfD ist die vielfältige Kulturlandschaft unserer Stadt mit ihrer großen Tradition und Ausstrahlungskraft weit über Leipzig hinaus zu erhalten und deren Entwicklungschancen zu sichern. Dies betrifft die Hochkultur, wie z.B. das Gewandhaus, die Oper, die Musikalische Komödie, den Thomanerchor, die Buchmesse, die zahlreichen Museen und nicht zuletzt das Akademische Orchester sowie die zahlreichen Chöre, aber auch den Leipziger Zoo mit seinem internationalen Ansehen. Dies betrifft gleichfalls auch die sogenannte Szene-Kultur, die in ihrer Mannigfaltigkeit und Qualität ein breites Publikum aus allen Bevölkerungsschichten anzieht. Hochkultur und Szenekultur sind keine Gegensätze. Vielmehr ergänzen sie einander. Da Kultur jedoch bezahlbar bleiben muss und die Finanzmittel begrenzt sind, setzt sich die AfD dafür ein, dass die Ausgaben der Kommune hierzu auch in Zukunft sorgfältig und detailliert kontrolliert werden. Die AfD wird einer Förderung von Vereinen weiterhin nur zustimmen, wenn diese zweifelsfrei auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. Die AfD sieht das Erfordernis einer möglichst gleichmäßigen kulturellen Entwicklung aller Leipziger Stadtteile, gerade unter dem Aspekt einer wachsenden Stadt. So sind entsprechende Defizite vor allem im Osten und Westen Leipzigs schrittweise und ideenreich abzubauen. Die Schließung von Stadtteilbibliotheken und deren Zentralisierung, wie im Leipziger Westen – im Stadtteil Grünau – seitens der Verwaltung vorgesehen, lehnt die AfD entschieden ab. Die freie, projektorientierte Kultur soll weitere Entwicklungsmöglichkeiten erfahren, insbesondere im Zusammenspiel mit institutionell geförderten Trägern und Kirchen. Die Situation des Leipziger Naturkundemuseums am Standort der vormaligen Baumwollspinnerei in Leipzig-Plagwitz bestätigt alle AfD-Bedenken bei der Diskussion zu dieser Standortentscheidung, auch aufgrund der derzeitigen Kostenentwicklung. Die AfD setzt sich dafür ein, dass das Naturkundemuseum zwischen Rosental, Zoo und Innenstadt an seinem alten Standort saniert und entwickelt wird. Nach Auffassung der AfD muss neben der bereits etablierten Buchmesse das Leipziger Herbstlesefest wieder stärker gefördert werden, um Leipzig als Buch- und Lesestadt weiter voranzubringen. Einheimische Autoren haben damit mehr Möglichkeiten ihre Neuerscheinungen vorzustellen. Die Leipziger Kunstszene benötigt für den weiteren Aufschwung eine „Galerie der Zukunft“, in der vor allem noch unbekannte Leipziger Künstler – für geringe Gebühren – wechselnd ausstellen und sich dem Publikum vorstellen können. Die AfD unterstützt eine solche Galerie, da sich weitgehend unbekannte Künstler in Leipzig oftmals in einer prekären finanziellen Situation befinden. Diese sind auf eine solche, kostengünstige Werbung angewiesen, um die Chancen für ihren Lebensunterhalt zu verbessern und ein breiteres Publikum ansprechen zu können. Das in Leipzig bestehende Engagement von Kunstmäzenen reicht dafür leider nicht aus. Überhaupt ist ein Augenmerk darauf zu richten, dass die Löhne und Gehälter von Mitarbeitern im kleinteiligen Kunst- und Kulturbereich den heutigen Lebensanforderungen genügen, da oftmals in Bezug auf die Hochkultur andere Prioritäten selbstverständlich sind. Das Luther-Melanchthon-Denkmal war einst das sichtbarste Zeichen für die Reformation in Leipzig. 1943 ließen es die Nationalsozialisten für ihren Rüstungsbedarf einschmelzen. Um diesen Frevel im Nachgang zu heilen, setzt sich die AfD unverändert für eine Wiederherstellung des Denkmals durch die Stadt bzw. durch Spenden ein – wie bei der Wiederherstellung des Mendelssohn-Denkmals am Ring bereits erfolgreich praktiziert. Die AfD wird als unverzichtbaren Schwerpunkt ihrer Politik auch weiterhin dem kulturfeindlichen Genderwahnsinn sowie der Verhunzung und Diskriminierung der deutschen Sprache und Kultur in der Öffentlichkeit den erforderlichen Widerstand entgegensetzen – auch im Leipziger Stadtparlament!